Frauen

Frauenprojekt

Bildung ist ein zentrales Thema in Kamerun, so hat dieses Land eine Alphabetisierungsrate von circa 74,8% (vgl. http://www.afrika-auf-einen-blick.de/kamerun/wirtschaft.php). Etwa ein Viertel der Bevölkerung ist demnach von Analphabetismus betroffen. Viele davon betroffene sind erwachsen und gleichzeitig Eltern. Besonders schwierig stellt sich die Bildungssituation in den ländlichen Regionen dar wie zum Beispiel im Dorf Bai Bikom in der Süd-West Provinz von Kamerun dar. Bai Bikom ist ein abgelegenes Dorf, die Einwohnerzahl beläuft sich auf etwa 2000 Personen. Etwa 50 % davon sind Erwachsene und älter als 30 Jahre. Davon sind etwa 30 % Frauen; das ist jene Bevölkerungsgruppe, die am meisten von Analphabetismus betroffen ist. Viele von ihnen sind nie in einer Schule gewesen und können demnach weder lesen noch schreiben.

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Das Projekt „Mammi di Lern Buk“ wurde von den Frauen initiiert, um…

• … Analphabetismus zu bekämpfen. Dazu wurde eine Abendschule eingerichtet, in der die Frauen sich treffen und sich mit Bildungs- und gesellschaftlichen Themen im Allgemeinen auseinandersetzen und dabei eventuell Lesen und Schreiben lernen. Dadurch soll der Stellenwert der Frauen in der Gesellschaft gesteigert werden und deren Wissen durch Hilfe zur Selbsthilfe auch den Kindern wiederum zugute kommen. Frauen sollen somit eine größere Rolle in der Bildung der (zukünftigen) Kinder spielen.

• … Chancengleichheit der Frauen zu fördern. Im Sinne des Gender Mainstreaming sollen die Bedürfnisse und Anliegen der Frauen vermehrt berücksichtigt werden. Dazu ist vor allem eine adäquate (Aus)-Bildung erforderlich, um die Basis zu schaffen. Frauen soll im Alltags- sowie im Arbeitsleben mehr Aufmerksamkeit zuteil werden, insbesondere soll das Projekt ein erster Schritt zur Überwindung der traditionellen Rolle der Frau sein.

• … etwa 50 Frauen zu erfassen. Das Projekt startete mit ca. 50 teilnehmenden Frauen. Eine Lehrerin übernimmt den Unterricht, der Unterricht wird an zwei Tagen in der Woche abgehalten. Das Curriculum wurde von der Pädagogin selber geschrieben und wird den Unterrichtsrahmen festlegen.

Der Kurs wird in Modulen bzw. Blöcken abgehalten und zweimal jährlich angeboten. Der erste Block begann im April 2012 beginnen und bis August 2012 dauern. Damit Zeit und Termine realisiert und eingehalten werden, gibt es Kooperationspartner vor Ort. Es sind dies unsere Hilfsverein Baileke Sektion Kumba-Kamerun und die Saint Augustus Catholic Church in Kumba. Diese beiden Partnerorganisationen achten genau darauf, dass der vorgesehene Zeitplan eingehalten und konkret umgesetzt wird.

Zur Unterrichtsgestaltung werden verschiedene Lernformen herangezogen, überwiegend jedoch die üblichen Lernmaterialien wie Bücher und Lexika. Vor Ort werden weiters Fragebögen erstellt und mit den Frauen der Unterricht evaluiert. Vorgesehen sind immer wieder Reflektionsrunden zwischen den Kursen, in denen die Teilnehmerinnen sich selber und vor allem die Wirkung des Kurses in der Gesellschaft vor Ort beobachten und reflektieren können.

Das Projekt mit den Frauen soll das Schulprojekt in Bai Bikom ergänzen und befruchten. Die Frauen werden gleichzeitig mit den Kindern in die Schule gehen und so soll es auch möglich sein, dass die Erwachsenen mit den Kindern gemeinsam lernen. Dadurch soll gleichzeitig zur Förderung der Alphabetisierung auch die Motivation und Freude am Lernen entdeckt werden, genauso wie lebenslanges Lernen.

Weitere Infos: Projektbeschreibung auf Google Docs

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