Gründung & Vision

Eddy Bruno Esien, BSc (JKU); MMSc (JKU); MA.

EddyBrunoEsien Ich, der Vereinsgründer und Obmann, bin gebürtiger Kameruner (aus der Stadt Kumba) und lebe in Linz. Bei meinen Besuchen in Kamerun konnte ich mich immer wieder von der Einfachheit der Menschen, aber auch vom materiellen Mangel, insbesondere im Schul- und Bildungsbereich überzeugen. Nach meiner Matura in Kamerun bin ich zum Studium nach Linz gekommen. Derzeit arbeite ich als Jugendcoach, Freier Sozialwissenschaftler – Evaluator, Casemanager und studiere nebenbei an der Johannes Kepler Universität in Linz Soziologie. Dabei bin ich gerade bei meiner Abschlussarbeit zum Thema: NEETs- Jugendlichen „Not in Education, Employment or Training“, also „Nicht in Ausbildung, Arbeit oder Schulung“. Meine Geburtsstadt Kumba liegt in der Süd-West Provinz, eine von 10 kamerunischen Provinzen. Das Dorf Bai Bikom, mit dem unserer Verein zusammenarbeitet, liegt etwa 20 Kilometer von Kumba entfernt. Es ist ein kleines Dorf, in welchem die Landwirtschaft dominiert, wobei es aber vielfach an Infrastruktur fehlt. Bereits seit einiger Zeit unterstütze ich die Menschen dort mit Sachspenden. Jedes Mal wenn ich nach Kamerun fahre, habe ich beispielsweise zwei Koffer für die Menschen und Schulsachen für die Kinder dabei. In diesem Dorf liegen auch das Farmhaus und die zwei Kakaofarmen, die ich von meinen Eltern geerbt habe und die meine Familie mit 4 Mitarbeitern führt. Einige der Dorfbewohner arbeiten auch bei uns auf der Farm. Diese Arbeit ist aber keine Fixanstellung, sondern ist vergleichbar mit Saisonarbeit für die Zeit der Ernte. Aus diesem Grund ist es auch nicht möglich, die Arbeiter so zu entlohnen, dass sie das Schulgeld für die Kinder bezahlen können oder sich Schulmaterialien anschaffen können. Überdies ist das Dorf sehr abgelegen und es ist vor allem während der Regenzeit nur sehr mühevoll zu erreichen. Gebrauchsartikel, die für uns selbstverständlich sind, erreichen das Dorf gar nicht. Schon seit längerem spiele ich mit dem Gedanken, die Menschen in diesem Dorf zu unterstützen. Bei meinen Besuchen in der Vergangenheit wurde mir jedes Mal mehr bewusst, dass die Menschen im Dorf zwar glücklich sind, es ihnen aber an grundlegenden Dingen fehlt. Nach zahlreichen Gesprächen mit den Dorfbewohnern zeigte sich mir immer wieder, dass sie Unterstützung benötigen, um das Dorf und die Gemeinde selber zu entwickeln. Diese gewonnen Eindrücke haben dann letztlich in der Gründung des Hilfsvereins Baileke „HIBA“ gemündet. Wichtig für uns ist aber, nicht irgendwelche Dinge hinzubringen oder ihnen Geld zu schenken. Mir / uns geht es vor allem darum, auf einfache Art und Weise vor Ort Initiativen zu starten, die die Menschen dort verstehen, mit denen sie sich identifizieren und dann selbstständig fortführen können (Hilfe zu Selbsthilfe). Es soll dabei nicht die gute Absicht der (Geld) Geber im Vordergrund stehen, sondern in erster Linie die Wünsche und Erwartungen der Menschen im Dorf. Uns geht es vor allem darum, den Menschen vor Ort nicht „Projekte überzustülpen“ sondern vielmehr in aktiver Zusammenarbeit mit den Menschen und den Institutionen vor Ort diese zu verwirklichen und zu ermöglichen. Die Tätigkeit des Vereins, dessen Gründung im Jahr 2011 erfolgte, startet mit einem Schul-Pilotprojekt, mit welchem wir eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde von Bai Bikom zum Thema Bildung und Schule planen und durchsetzen.

Sharing is caring...Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *